Seit meinem letzten Artikel ist einige Zeit vergangen. Der letzte Monat war sehr interessant und ereignisreich für mich. Direkt nach meinem Urlaub ergab sich für mich die Möglichkeit gemeinsam mit JEEP an unserem „Solar und Tree planting“ Projekt zu arbeiten und mit auf einen Trip nach Tororo, Soroti und Amuria in Uganda zu fahren. Das war für mich eine schöne Möglichkeit mehr von diesem wunderschönen Land zu sehen und gleichzeig mehr über die Projekte meiner Organisation zu erfahren.
2007 wurde das sogenannte “Solar and tree planting project” gemeinsam mit unserem Partner dem Nordic Folkecentre für Erneuerbare Energien in Dänemark in Leben gerufen und in sieben Bezirken in Uganda etabliert. Im Rahmen dieses Projektes wurden zahlreiche Schulen mit Solarenergie ausgestattet und gemeinsam mit einigen Dorfbewohnern Baumschulen gegründet.
Über die Jahre hinweg wurde ein Großteil des Waldes in Uganda abgeholzt und heute sind lediglich 3 % der Fläche (ca. 730.000 ha) von Wald bedeckt. Wald ist wichtig für das Leben auf der Erde und das Ökosystem. Nach dieser radikalen Abholzung ist es wichtig, Bewusstsein in den Köpfen der Bevölkerung zu schaffen und diese stückweise bei der Aufforstung zu unterstützen. Außerdem ergibt sich durch den Aufbau einer Baumschule die Möglichkeit eine Geschäftstätigkeit zu starten und Einkommen zu generieren.

Auf unserem letzten Trip war es unsere Aufgabe die Schulen und Baumschulen zu besichtigen und uns die Fortschritte oder auch Probleme anzusehen. Unsere Fahrt nach Soroti dauerte lange und die Straßen waren leider sehr schlecht, allerdings konnten wir die schöne Aussicht genießen und die natürliche Vielfalt des Landes bewundern.
Die meisten Solarinstallationen an den Schulen wiesen zu unserem Erfreuen keinerlei technischer Probleme auf. Lediglich einige Glühbirnen waren beschädigt, was meistens daran liegt, dass qualitativ minderwertige Glühbirnen gekauft werden, die sehr schnell kaputt gehen. Mir hat persönlich besonders das „Tree plating project“ gefallen, bei dem außerordentliche Erfolge erzielt wurden. Überwiegend arbeiten die Leute sehr hart für ihre Baumschule und haben zahlreiche Bäume angepflanzt, sodass sie nun ihren Lebensunterhalt damit bestreiten können. Mein Arbeitskollege und Baumspezialist Cofilio hat Ihnen noch einige Tipps zur richtigen Baumpflege gegeben.

Ganz besonders angetan waren wir von Herrn Angopa Leuber. Er hat unglaubliche Arbeit geleistet und auf seinem paradiesähnlichen Anwesen mehr als 150 Bäume gepflanzt. Darunter Mango , Jack-Fruit , Avocado Bäume und viele andere.
Annikas und meine Hauptaufgabe bei diesem Trip war es, 100 Solarlampen des Namens “little sun” zu einem sehr günstigen und subventionierten Preis in einem Dorf in der Nähe von Amuria zu verkaufen. Als wir in dem Dorf ankamen, warteten bereits zahlreiche Bewohner auf unsere Ankunft. Das ist typisch, da sich immer in Windeseile neue Nachricht verbreiten. Alle Anwesenden wollten gerne eine Lampe kaufen, da wir allerdings lediglich eine Anzahl von 100 Stück zur Verfügung hatten war es uns nicht möglich alle Bewohner mit Lampen zu versorgen. Leider brach direkt absolutes Chaos aus, als wir mit dem Lampenverkauf starteten. Allerdings kann ich absolut verstehen, warum so viele Menschen gerne eine Solarlampe kaufen wollen. Schließlich möchten diese auch nur das Beste für Ihre Familien und der Zugang zu Solarenergie macht ihr Leben durchaus leichter. Wir hören nur allzu oft Geschichten
von besorgten Eltern, die nur sehr ungerne Ihre Kinder ohne Aufsicht eines Erwachsenen in Ihrem Haus lassen, weil sie früh morgens bereits das Haus verlassen müssen um Einkommen für die Familie zu generieren. Nicht selten kommt es dann durch die Unachtsamkeit von Kindern zu Unfällen, Verbrennungen und Todesfällen durch umgestoßene Petroleumlampen. Das ist hier leider nicht die Seltenheit sondern ein alltägliches Problem.
Nach unserem Trip habe ich mich wieder mit Paul an die Betreuung unseres Shops in Wabutungulu gemacht. Derzeit sind wir auf der Suche nach einer Marketingperson um den Laden etwas in Schwung zu bringen. Ansonsten werde ich die nächsten Wochen wieder in Kasese unterwegs sein, um Annika bei Ihrem Rentingbusiness für Solarlampen zu unterstützen.
Bis dahin, viele Grüße
Miriam
Wenn ihr meine Arbeit gerne unterstützen möchtet und dieses Lernprogramm voranbringen, dann freue ich mich sehr über eine kleine Spende an folgendes Konto:
Artefact gGmbh, Konto. Nr. 0186075305, Nord-Ostsee Sparkasse, BLZ 217 500 00, Betreff: JEEP 5.